Die Abteilung für Luxusgüter, manchmal auch "Fancy Goods and Lamps" genannt, war der spezialisierte Zweig innerhalb der Tiffany Studios, der für den Entwurf und die Herstellung reproduzierbarer Luxus-Haushaltswaren verantwortlich war. Das Produktangebot umfasste Lampenschirme, Lampenfüße und kleinere Haushaltswaren aus Bronze, wie Tintenfässer und Kerzenständer.
Führung und kommerzieller Erfolg
Die Abteilung wurde von Clara Driscoll geleitet, der Leiterin der Abteilung für Glaszuschnitt (Women’s Glass Cutting Department), deren Abteilung für das Schneiden und Entwerfen der Glaskomponenten verantwortlich war. Die Fancy Goods Department war kommerziell von entscheidender Bedeutung und fungierte als wichtiger Gewinnbringer für das gesamte Unternehmen von Tiffany.
- Die Objekte wurden in konstantem Fluss für den Verkauf in Ausstellungsräumen und Kaufhäusern produziert.
- Durch das breite Produktangebot (von Lampenschirmen bis zu Briefbeschwerern) bot die Abteilung Konsumenten aus fast jeder Wirtschaftsschicht Zugang zur Ästhetik von Tiffany.
- Driscolls Talent lag darin, einen großen Gewinn aus Lampenschirmen und Luxusgütern zu erzielen.
Das Paradox: Kunst versus Kostenkontrolle
Die Notwendigkeit der Rentabilität schränkte Driscolls künstlerische Freiheit ein. Sie schrieb, dass sie bei "jedem Schritt die Produktionskosten berücksichtigen musste". Dies stand in scharfem Kontrast zu Designern in Abteilungen wie Emaille und Keramik, die laut Driscoll nur die "Frage der Schönheit" berücksichtigen mussten – Abteilungen, die sie spöttisch "Little Arcadia" nannte.
Trotz des kommerziellen Drucks haben sich viele von Driscolls Entwürfen aus dieser Abteilung als ikonisch und wertvoll erwiesen, darunter die Dragonfly-, Wisteria- und Poppy-Lampen.
