Arthur J. Nash, ein geschickter Glasbläser aus Stourbridge, England, trat 1892 in die Dienste von Louis Comfort Tiffany und spielte eine unverzichtbare Rolle in der technischen Entwicklung von Tiffanys Glasimperium. Nash wurde eingestellt, um die Corona Glass Factory (später Tiffany Furnaces) aufzubauen und zu überwachen.
Die Strategie der vertikalen Integration in Corona
Diese 1893 gegründete Anlage in Corona, Queens, war entscheidend für Tiffanys Strategie der vertikalen Integration. Durch die Eigenproduktion von Glas konnte Tiffany die Qualität kontrollieren, kontinuierlich experimentieren und seine „streng gehüteten Geheimnisse“ bezüglich patentierter Glasformeln vor Wettbewerbern schützen.
Das Geheimnis des Favrile-Glases
Nashs chemisches und handwerkliches Wissen war der Schlüssel zur Verwirklichung von Tiffanys künstlerischer Vision. Er war maßgeblich an der Entwicklung der geheimen Formeln und dem Mischen von Farben im geschmolzenen Zustand beteiligt, wodurch die außergewöhnliche Vielfalt an Farben und Effekten im Glas entstand. Zusammen mit Tiffany entwickelte er Methoden zur Herstellung von Glas, das reich an Textur und Farbe war, ohne dass Farbe zum Einsatz kam. Dieser Prozess umfasste das Mischen verschiedener Farben geschmolzenen Glases und die Zugabe von Metalloxiden, um irisierende Oberflächen zu erzielen.
Die Nash-Dynastie und ihr Erbe
Nash leitete die Glasfabrik in Corona bis 1919. Sein Einfluss auf die Unternehmensstruktur blieb auch nach seinem Tod im Jahr 1922 bestehen; sein Sohn, A. Douglas Nash, setzte die Glasproduktion über die A. Douglas Nash Company nach der Auflösung von Louis C. Tiffany Furnaces im Jahr 1924 fort, bis die Produktion um 1930 eingestellt wurde.
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Erfahren Sie mehr über die chemischen Innovationen und Techniken, die Arthur J. Nash perfektionierte, in unserem Artikel über Favrile-Glas und die Kupferfolientechnik. Dies legt die technische Grundlage für die überragende Qualität von Tiffanys Glas.
